Uniper’s Zukunftspläne: Kapitalherabsetzung und Dividendenpläne

Uniper, der in der Gaskrise fast vollständig verstaatlichte deutsche Energiekonzern, hat bei seiner außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag wesentliche Entscheidungen für seine Zukunft getroffen. Durch die beschlossenen Maßnahmen bereitet das Unternehmen den Ausstieg des Bundes vor und legt damit theoretisch den Grundstein für die Wiederaufnahme der Dividendenausschüttung.

Kapitalumstrukturierung und Reverse-Split bei Uniper

Die Aktionäre von Uniper haben während der außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag einer Kapitalherabsetzung zugestimmt. Der bedeutende Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um das Unternehmen nach der fast vollständigen Verstaatlichung im Zuge der Gaskrise wieder auf stabile Füße zu stellen.

Eine weitere zentrale Maßnahme in diesem Prozess ist der Reverse-Split der Aktien. Konkret bedeutet dies, dass aus 20 alten Uniper-Aktien eine neue wird. Die Konsolidierung zielt darauf ab, den Aktienwert des Unternehmens zu stabilisieren und ihn für Investoren attraktiver zu gestalten. Die Umstrukturierung des Eigenkapitals soll außerdem dazu beitragen, den zum Jahresende 2022 festgestellten Milliarden-Bilanzverlust bis zum Ende des Jahres 2023 vollständig auszugleichen.

Vorstandschef Michael D. Lewis erläuterte, dass diese Maßnahmen eine wichtige Handlungsoption für die deutsche Bundesregierung schaffen. Durch sie wird es der Regierung ermöglicht, ihre Anteile an Uniper in Zukunft wieder zu veräußern. Der im Rahmen der Gaskrise fast vollständig verstaatlichte Energiekonzern soll langfristig wieder privatisiert werden.

Dividendenpläne und Schuldenrückzahlung an den Bund

Das Unternehmen hat zum einen angekündigt, dass es ab dem Jahr 2024 grundsätzlich wieder in der Lage sein wird, Dividenden auszuschütten. Das wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung bekannt gegeben, wo wichtige Kapitalmaßnahmen beschlossen wurden. Durch diese Maßnahmen, einschließlich der Kapitalherabsetzung, positioniert sich Uniper, um in Zukunft wieder attraktiv für Investoren zu sein und potenziell Dividenden auszahlen zu können.

Parallel zu den Dividendenplänen hat Uniper die Absicht geäußert, seine Schulden gegenüber dem Bund bis zum Jahresende vollständig zurückzuzahlen. Vorstandschef Michael D. Lewis betonte, dass die Umstrukturierung des Unternehmens eine wichtige Handlungsoption für die deutsche Bundesregierung schafft. Das ermöglicht es der Regierung, ihre Anteile an Uniper in der Zukunft wieder zu veräußern. Das ist ein entscheidender Schritt für das Unternehmen nach der Verstaatlichung während der Gaskrise.

Die Umstrukturierung und die geplanten Schritte zur Schuldenrückzahlung sind Teil einer größeren Strategie, die darauf abzielt, Uniper wieder zu privatisieren. Der Bund ist derzeit mit einem Anteil von 99 Prozent der größte Aktionär des Unternehmens. Nach den EU-Vorgaben muss der Anteil bis Ende 2028 auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert werden.

Analysteneinschätzungen und Marktbewegungen

Trotz der positiven Schritte, die Uniper unternimmt, zeigen sich die Analysten der führenden Häuser vorsichtig. Laut den Daten von Marketscreener wird die Uniper-Aktie derzeit von fünf Analysten beobachtet. Dabei überwiegen die skeptischen Einschätzungen: Es gibt vier laufende „Sell“-Empfehlungen und lediglich ein „Hold“-Rating.

Das durchschnittliche Kursziel für die Uniper-Aktie liegt momentan bei 2,38 Euro pro Anteilschein. Vergleicht man dieses Ziel mit dem jüngsten Schlusskurs von 4,15 Euro, so ergibt sich ein potentielles Abwärtspotenzial von über 30 Prozent.

Am Markt hingegen spiegelt sich ein anderes Bild wider. Im XETRA-Handel verzeichnete die Uniper-Aktie zeitweise einen Anstieg von 15 Prozent auf aktuell 4,55 Euro. Zu Beginn der neuen Handelswoche starteten die wenigen noch handelbaren Aktien von Uniper mit einem Kurssprung von aktuellen 10,1 Prozent auf 4,30 Euro. Der Einstieg des Bundes in Uniper war im übrigen notwendig geworden, da Uniper aufgrund der fehlenden Gaslieferungen aus Russland Ersatzgas extrem teuer am Markt beschaffen musste.

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